(Mainz im März 2009)
Wähler, lest die SIGNALE!
Haben Sie es schon gemerkt: Es ist Wahlkampf im ZDF. Manchem sind sicher die Plakate mit vielen Köpfen aufgefallen – nein, nicht die Ausstellung mit den Protagonisten der neuen ZDF-Telenovela "Alisa", die anderen, die z. B. an den großen Würfeln vor der Schnitzelpiste hängen.
Mit diesen großen Pappkartons haben ver.di und DJV zum Auftakt der Personalratwahlen 2009 das Thema Arbeitsverdichtung aufgegriffen, schließlich wollen wir nicht Blumen gießen, sondern inhaltliche Argumente liefern.
Abstimmung zur Arbeitsverdichtung: "zu hoch" oder "unerträglich"
Nach einer mehrtägigen Aktion mit plakativen Aussagen zum Thema wollten wir von der Liste 2 wissen, wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre ganz konkrete Situation in Bezug auf Arbeitsverdichtung einschätzen. Das erste Ergebnis: Viele Kolleginnen und Kollegen begrüßten, dass endlich dieses heiße Eisen öffentlich angesprochen wurde. Denn der Druck ist in vielen Bereichen bereits gewaltig gestiegen.
Eine zweite Erkenntnis lieferte eine Abstimmaktion, bei der jeder mit je einem Ball, der in eine von drei Plexiglasröhren geworfen wurde, seine persönliche Meinung zum Thema dokumentieren konnte. Die Frage lautete: Wie schätzen Sie Ihre persönliche Situation in Bezug auf Arbeitsverdichtung ein? "Kein Problem", "Zu hoch", "Unerträglich hoch" lauteten die drei möglichen Antwortkategorien. Das Ergebnis ist eindeutig. Für ca. 70 Prozent ist die Arbeitsverdichtung zu hoch oder unerträglich hoch. Nur für ein knappes Drittel stellt das Thema kein Problem dar.
Dieses spontane Votum zeigt, dass ver.di und DJV mit der Besetzung dieses Themas keine Geisterdiskussion anstoßen, sondern genau den Nerv vieler Kolleginnen und Kollegen treffen. In vielen Gesprächen und schriftlichen Meinungsäußerungen, die uns nach der Aktion erreicht haben, sind wir aufgefordert worden, dieses Thema offensiv anzupacken. ver.di fordert
- dass für zusätzliche Aufgaben im ZDF auch zusätzliches Personal beschäftigt werden muss
- dass auf Dauer angelegte Aufgaben und Funktionen, auch
von dauerhaft Beschäftigten erfüllt werden. Aushilfen sind keine Dauerlösung! - dass die Arbeit gerecht verteilt wird
- dass Personalkonzepte und Personalentwicklung
dazu beitragen, Arbeitsverdichtung zu verhindern - dass das Thema Arbeitsverdichtung nicht totgeschwiegen, sondern offen angesprochen wird, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Dafür wollen wir uns in der nächsten Amtsperiode des neu zu wählenden Personalrats einsetzen und deshalb werben wir um Ihre Unterstützung. Sie können uns wählen: Liste 2 – per Briefwahl oder im Wahllokal.