Umfrage zu Urheberrechtstarifverträgen für Freie in ARD-Anstalten
Liebe Kolleginnen,
liebe Kollegen,
die Rundfunkanstalten streben in den anstehenden Verhandlungen über die Urheberrechtstarifverträge für Freie einen grundlegenden Wechsel im Vergütungssystem an: An die Stelle von Übernahme- und Wiederholungsvergütungen sollen Zahlungen für zeitlich begrenzte Lizenzen treten.
In den bisherigen Gesprächen haben die Vertreter der Gewerkschaften signalisiert, einem solchen Systemwechsel nicht aus grundsätzlichen Erwägungen die Zustimmung zu versagen. Allerdings müsse gewährleistet sein, dass Urheberinnen und Urheber sowie ausübende Künstlerinnen und Künstler (Mitwirkende oder auf Produktionsdauer Beschäftigte) insgesamt durch eine solche grundlegende Umstellung der Vergütungsstruktur nicht schlechter gestellt werden.
Es steht aber zu erwarten, dass die Rundfunkanstalten versuchen werden, bei der Umstellung der Vergütung auf ein neues und für die Sender leichter administrierbares Vergütungsmodell an den Honoraren für Freie zu sparen. Sie werden mit entsprechenden Zahlen zu Wiederholungs- und Übernahmehonoraren aus ihren Honorar- und Lizenzabteilungen argumentieren können.
Um solchen Versuchen begegnen zu können, brauchen DJV und ver.di einen Überblick über die derzeitigen tatsächlichen Verhältnisse hinsichtlich der Honorarsummen und deren Aufteilung. Deswegen bitten wir alle Freien, insbesondere die des SWR und des WDR, um Mithilfe in Form einer kleinen Umfrage. Es geht uns darum zu erfahren, wie wichtig Online-Zuschlag, Erlösbeteiligungen, Wiederholungs- und Übernahmehonorare als Einnahmequelle sind. Zur Beantwortung der Fragen sind die entsprechenden Werte aus dem Jahr 2009 oder 2010 notwendig.
Selbstverständlich werden die Angaben anonym aufbereitet und auch nur so für die Verhandlungen genutzt. Allen denjenigen, die sich beteiligen, danken wir bereits jetzt.