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Trauer um Otto Sprenger
(Hamburg,14. Februar 2006) Otto Sprenger, herausragender Gewerkschafter, Gründer der gleichnamigen Stiftung zur Förderung des Filmnachwuchses, ist am 9. Februar, kurz vor seinem 89. Geburtstag, gestorben.

Als Student arbeitete er Anfang der 50er Jahre zunächst beim NWDR. Politisch organisiert in der SPD wurde er in dieser Zeit als Nachfolger von Helmut Schmidt zum Vorsitzenden des Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) gewählt.

Nach Beendigung des Studiums der Philosophie nahm er die Tätigkeit als Leiter des Archivs im NDR auf. Zum ehrenamtlichen Vorsitzenden der Rundfunk-Fernseh-Film-Union (RFFU) gewählt, hatte er maßgeblichen Anteil an der Schaffung vorbildlicher Tarifwerke im öffentlich - rechtlichen Rundfunk, insbesondere im NDR. Eine Reihe von ihm mitgestalteter Regelungen sind bis heute Fundament geltenden Tarifrechtes geblieben.

Otto Sprenger war maßgeblich an der Gründung der Künstlersozialkasse beteiligt, die freischaffenden Journalisten und Künstlern Zugang zu Leistungen aus der gesetzlichen Renten- und Krankenversicherung ermöglicht.

Von 1973 bis 1980 leitete er als Bundesvorsitzender die Gewerkschaft Kunst, 1985 gründete er mit eigenem Vermögen die Otto-Sprenger-Stiftung. Diese fördert den Mediennachwuchs jedes Jahr mit 10 000 Euro.

Mit Otto Sprenger verlieren wir einen Kollegen, der sich sein Leben lang vorbildlich für die sozialen Interessen der Arbeitnehmer in unserem Lande eingesetzt hat.