24. Journalistentag 2010 - In die Tiefe!
„Journalismus heißt Zeit haben für Recherche“
27.11.2010, 10 – 17 Uhr, im Haus der ver.di-Bundesverwaltung, Berlin
"Jedes Medien-Unternehmen muss den Redaktionen die personellen, zeitlichen, technischen und materiellen Ressourcen für Recherchen bereitstellen, die für die Umsetzung des Sorgfalts- und Verlässlichkeitsgebots erforderlich sind. Entsprechende Anforderungen gelten für Aufträge an freie Journalisten. Neben einer zeitgemäßen Infrastruktur ist der umfassende Zugang zu allen Informationsquellen zu garantieren."
So steht es im "Berufsbild Journalismus", das die dju in ver.di bei ihrem Journalistentag 2009 vorgestellt hat. Da ging es um den "Wert unserer Arbeit" – ideell, materiell -, in diesem Jahr soll es um eine Grundlage unserer journalistischen Arbeit gehen – um die Recherche selbst, grundsätzlich und ganz konkret, unter finanziellen und ethischen Aspekten, und zukunftsorientiert auf der Suche nach Perspektiven.
Programm- 10:15 - Begrüßung durch Frank Werneke, stellv. Vorsitzender von ver.di
- 10:30 - Keynote: Recherche - Handwerk – Kunst – Notwendigkeit,
Hans Leyendecker, Süddeutsche Zeitung,Redaktion "Investigative Recherche“ - 11:30 - Online-Recherche 2.0: Alles andere als anonym,
Dr. Gabriele Hooffacker, Münchner Medienakademie - 12:15 - "Das Schweigen der Ämter" - Auskunftsrechte nutzen!,
Manfred Redelfs, Greenpeace, Netzwerk Recherche, Hamburg - 13:00 - Mittagspause
- 14:00 - Die Lösung in den Redaktionen: Recherchepools?,
Erwin Kohla, SWR, Redaktion "Reporter und Recherche" - 14:30 - Anspruch und Wirklichkeit: Journalismus vor Ort unter der Prämisse des Sparzwangs,
Malte Hinz, Chefredakteur Westfälische Rundschau, Dortmund - 15:00 - Kaffeepause
- 15:15 - Neue Finanzierungsmodelle für Recherche - Möglichkeiten für Freie?,
Thomas Schuler, freier Journalist, München - 15:45 - Wozu noch Journalismus?,
Prof. Stephan Weichert - 16:45 - Schlusswort: Ulrich Janßen, dju-Vorsitzender
Tagesmoderation Corinna Spies, BR Redaktion Reportagen