Prof. Butterwege: Wie der Neoliberalismus nach Deutschland kam
(Hamburg, 6. September 2007) Die neoliberale Wende in Deutschland begann vor 25 Jahren mit dem "Lambsdorff-Papier", das als Drehbuch zum Sozialabbau gedacht war. Nicht nur die Kohl-Regierung folgte dieser Rezeptur, die rot-grüne Agenda 2010 übertraf die Lambsdorff-Vorschläge sogar noch. Christoph Butterwege, Professor für Armutsforschung in Köln, hat in seinem Buch "Kritik des Neoliberalismus" die Entwicklung beschrieben.
In seinem Kommentar in der TAZ kommt er zu dem Ergebnis:
"Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich immer weiter. Einerseits leben fast 2 Millionen Kinder in Hartz-IV-Familien von 208 Euro pro Monat, andererseits beträgt das Privatvermögen der Aldi-Eigentümer Karl und Theo Albrecht 37,5 Milliarden Euro. Für die Wähler-Klientel der FDP hat sich das Lambsdorff-Papier offenbar rentiert".