Die NDR-Beschäftigten sagen: Nein!
(Hamburg, 23. Mai 2006) In der Vorbereitungsphase zu den Personalratswahlen 2007 hatte der Ver.di-Vorsitzende im NDR Thomas Martin angeregt, die NDR-Beschäftigten zu befragen, was sie von der auch vom NDR gewünschten „Leistungsorientierten Vergütung (LOV)“ halten. An der Befragung konnten alle Kolleginnen und Kollegen in den NDR-Landesfunkhäusern Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg -Vorpommern und an den Standorten Lokstedt und Rothenbaum in Hamburg teilnehmen.
Durchgeführt wurde diese Umfrage an den ver.di -Infoständen zu den Personalratswahlen und bei Informationsveranstaltungen im Betrieb.
Etwa 1000 Kolleginnen und Kollegen haben sich daran beteiligt, so dass das Ergebnis durchweg als repräsentativ gewertet werden kann. Es gab viele sehr interessante Diskussionen und es konnten viele neue Mitglieder für ver.di gewonnen werden, was jedem zeigen muss, dass die unmittelbare Beteiligung der Belegschaft an Entscheidungsprozessen der Gewerkschaft immer noch das beste Mittel ist, Interesse an ver,di und Sympathie für gewerkschaftliche Arbeit zu erzeugen. Auch die um mehr als 10 Prozent gestiegene Wahlbeteiligung an den Personalratswahlen bestätigt die Richtigkeit eines offenen Auftretens. Ver.di im NDR ist klarer Gewinner der Personalratswahlen. (Siehe unten: Personalratswahlen 2007)
Zu den Ergebnissen selbst: Noch nicht einmal 30 Prozent der NDR Belegschaft befürworten eine Leistungsorientierte Vergütung als gerechtere Lohnform. Fast 70 Prozent befürchten eine Verschlechterung des Arbeitsklimas. Nur knapp 18 Prozent glauben an objektive Kriterien zur Beurteilung von Arbeitsleistung.
Aus den Zahlen ist unzweideutig abzuleiten, dass wir als Gewerkschaft jede Form der Leistungsorientierten Vergütung nur glattweg ablehnen können, wollen wir diese nicht g e g e n unsere Kolleginnen und Kollegen in den ARD-Anstalten tarifieren.