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Verhandlungen über verbesserten Bestandsschutz für freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
(Leipzig, 12. Juli 2010) Die Gewerkschaften ver.di und DJV haben die Geschäftsleitung des MDR aufgefordert, die 2008 abgebrochenen Verhandlungen über einen verbesserten, ARD-vergleichbaren Bestandsschutztarifvertrag für freie Mitarbeiter wieder aufzunehmen.

Worum geht es?

1. Übernahme von Inhalten der nach Abbruch der Verhandlungen einseitig vom MDR-Intendanten erlassenen „Dienstanweisung zur Erweiterung des sozialen Schutzes von freien Mitarbeitern“ ab dem 1. Januar 2010 in einen entsprechenden Tarifvertrag für freie Mitarbeiter, weil der Intendant eine Dienstanweisung anders als einen Tarifvertrag jederzeit ändern oder widerrufen kann. Geregelt werden in der Dienstanweisung u. a. Kinderbetreuungszeiten, Zahlungen bei Erkrankung des eigenen Kindes, der Umgang mit Langzeiterkrankten.

2. Die Ankündigungsfrist für eine Beendigung oder eine wesentliche Einschränkung der Tätigkeit soll bei 20-jähriger wiederkehrender Arbeit auf zwölf Monate verlängert werden.

3. Verringerung der zulässigen Einkommensabsenkung bei langjähriger Tätigkeit für den MDR:
- bis zehn Jahre 25 Prozent der Vorjahresbezüge
- nach zehn Jahren 20 Prozent der Vorjahresbezüge
- nach 20 Jahren zehn Prozent der Vorjahresbezüge

4. Anhebung der Einkommensobergrenze für die Inanspruchnahme sozialer
Leistungen auf zunächst 75.000 Euro – anschließend erfolgt eine jährliche
Anpassung

5. Zuschläge für Sonn- und Feiertagsarbeit

Die Geschäftsleitung betont immer wieder, wie wichtig freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind, damit der MDR seinen Programmauftrag erfüllen kann. Deshalb sollte sie auch entsprechend handeln und mehr für den sozialen Schutz unserer Kolleginnen und Kollegen tun. Sie haben sich dies nicht nur durch ihre langjährigen Leistungen verdient, sondern sie haben aus Sicht der Gewerkschaften einen Anspruch darauf.
Wir wollen damit auch verhindern, dass vor allem Freie die Lasten des angekündigten „MDR-Sparpakets“ tragen müssen.
Deshalb die Aufforderung an die Geschäftsleitung:

Die Verhandlungen müssen wieder aufgenommen und erfolgreich mit einem verbesserten Bestandsschutztarifvertrag abgeschlossen werden!