
Die ver.di-Senderverbände sind medienpolitisch aktiv. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk gerät zunehmend unter Druck.
Kommerzialisierung und Digitalisierung bewirken im gesamten Medienbereich tief greifende Strukturveränderungen. Die politisch verordneten Einsparungen an Personal und Programm im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gefährden zudem die Programmqualität und den verfassungsrechtlich verbrieften Grundversorgungsauftrag.
Unser medienpolitisches Engagement zielt darauf, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu stärken, damit er seinen für die Gesellschaft wichtigen Programmauftrag auch im dualen Rundfunksystem weiterhin wahrnehmen kann.
Publizistische, politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit und die Teilhabe an den neuen technischen Entwicklungen müssen immer wieder neu erkämpft werden.
Die engagierten Beschäftigten sind das Kapital der Rundfunkanstalten. Nur kreative, qualifizierte Menschen auf sicheren Arbeitsplätzen gestalten das demokratische Rundfunksystem und garantieren täglich die Rundfunkfreiheit
- Rundfunkbeitrag: Überprüfung darf Neuregelung nicht verwässern
(Berlin, 06.Februar 2013) "Eine grundlegende Reform des öffentlich-rechtlichen Gebührensystems war überfällig. Die neue Abgabe pro Wohnung und Betriebsstätte ist und bleibt deshalb grundsätzlich der richtige Weg", erklärte Frank Werneke, stellvertretender Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), anlässlich der anhaltenden Debatte über den neuen Rundfunkbeitrag. Der neue Rundfunkbeitrag löse sinnvollerweise den anachronistisch gewordenen Gerätebezug der bisherigen GEZ-Gebühr ab.
[mehr] - Öffentlich-rechtliche Onlineangebote: Anstalten sägen an dem Ast, auf dem sie sitzen
(Berlin, 21. Februar 2012) "Wenn die öffentlich rechtlichen Sendeanstalten im Streit um ihre Onlineangebote freiwillig auf Textinhalte im Netz verzichten, beschneiden sie sich ihrer eigenen Zukunftsperspektive", erklärte Frank Werneke, stellvertretender Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), zu den derzeit diskutierten Kompromissvorschlägen zwischen öffentlich-rechtlichen Anstalten und den Tageszeitungsverlegern. Die Verleger hatten vor dem Landgericht Köln gegen die Tagesschau-App geklagt, weil sie darin ein zu presseähnliches Angebot sehen. [mehr] - Ausreichende Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Anstalten muss auch nach der Gebührenumstellung gesichert sein!
(Berlin, 25. Januar 2012) Die KEF (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten) hat die von ARD, ZDF und Deutschlandradio für die nächste Gebührenperiode 2013-2016 angemeldeten Finanzbedarfe geprüft – und massiv gekürzt. Die Gebührenhöhe bleibt ab 2013 auf dem jetzigen Niveau von 17,98 Euro. So schlägt es der kürzlich veröffentlichte 18. KEF-Bericht vor. ver.di hält die Beibehaltung der jetzigen Gebührenhöhe nur für gerechtfertigt, solange zeitnah nach dem vollzogenen Gebührenumstieg die Finanzbedarfe der Anstalten wieder berücksichtigt werden. [mehr] - Heute im Ladenschwengel–TV: Gummibärchen statt Information
(9. August 2011) Am 11. September geht es los: Günter Jauch moderiert im "Ersten“ die sonntagabendliche Polit-Talkshow. Als letztes ARD-Gremium hat der WDR-Verwaltungsrat zugestimmt. Trotz einiger Bedenken. Denn Jauch moderiert außerdem weiterhin beim Kommerzsender RTL. Verwechselbarkeit und Austauschbarkeit des Öffentlich-rechtlichen mit dem Kommerzfernsehen werden somit in einer weiteren Personenidentität manifest: Jauch hier und Jauch da. Als ob es nur diese Sorte Jahrmarktverkäufer im Maßanzug gäbe. "Quotengarant“ für die einen, Typ "Ladenschwengel“ für die anderen. [mehr]